Immobilienkonzern: Verschuldungsgrad der Adler Group steigt weiter
Adler hatte Mitte Mai eingeräumt, dass die Tochter Consus Real Estate in eine Schieflage geraten ist.
Foto: imago images/Achille AbboudDüsseldorf, Berlin. Der kriselnde Immobilienkonzern Adler Group hat das erste Quartal 2022 mit einem Verlust in Höhe von knapp 15 Millionen Euro abgeschlossen. Der Quartalsbericht, den Adler am Montagabend veröffentlichte, weist für die Periode ein Gesamtergebnis von minus 14,93 Millionen Euro aus. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte die Adler-Gruppe 108 Millionen Euro Gewinn verzeichnet.
Der Konzern sprach in einer Pressemitteilung von einer „soliden operativen Entwicklung“ im ersten Quartal 2022. Die Nettomieterträge im ersten Quartal hätten 71,1 Millionen Euro betragen. Beim Vergleich mit dem Wert aus dem Vorjahreszeitraum (84,3 Millionen Euro) sei jedoch zu berücksichtigen, dass das Portfolio inzwischen deutlich geschrumpft sei, teilte Adler mit. Insgesamt trennte sich Adler seit Ende 2021 von rund 30.000 Wohneinheiten und verfügt nun noch über rund 27.000 Wohnungen.
Durch den Verkauf der Wohnungspakete schrumpfte der operative Ertrag aus der Vermietung nach 32,3 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres auf rund 29,7 Millionen Euro.
„Mit den in den vergangenen Monaten realisierten Portfolio-Transaktionen haben wir die Ertragskraft und die Substanz unseres Bestandsportfolios klar verbessert“, sagte CEO Thierry Beaudemoulin. Das Unternehmen sei auf Kurs, um 2022 die prognostizierten Nettomieterträge von mehr als 200 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis aus der Vermietung (FFO 1) von 73 bis 76 Millionen Euro zu erreichen.