CO2-Kostenbeteiligung: Für Vermieter wird es bei den Heizkosten teurer
Berlin. Seit dem vergangenen Jahr müssen sich Vermieter an der CO2-Abgabe auf die Heizkosten ihrer Mieter beteiligen, wenn mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl geheizt wird. Bislang scheint das Vermieter aber kaum zu motivieren, die Energiebilanz ihrer Immobilie zu verbessern. Das legt eine Umfrage von Immoscout24 unter 815 privaten Vermietern nahe, in der 87 Prozent der Befragten angaben, sie sähen die CO2-Kostenaufteilung nicht als Anreiz für eine energetische Modernisierung.
„Bei den derzeitigen CO2-Preisen spielen die Kosten des Kohlendioxidaufteilungsgesetzes für Vermieter und Mieter noch eine untergeordnete Rolle“, heißt es auch in einer aktuellen Studie des Münchener Forschungsinstituts für Wärmeschutz im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG). Das werde sich mit dem steigenden CO2-Preis jedoch ändern, warnen die Studienautoren – insbesondere bei Gebäuden mit einem hohen Energieverbrauch.
Steigender CO2-Preis erhöht die Belastung für Vermieter
Wie stark Vermieter sich an den CO2-Kosten der Mieter beteiligen müssen, hängt nämlich von der Energiebilanz der Immobilie ab. Bei besonders energieeffizienten Gebäuden entstehen dem Vermieter keine CO2-Kosten, bei Immobilien mit schlechter Effizienzklasse kann der Vermieteranteil hingegen bis zu 95 Prozent betragen.