Energieeffizienz: Heizungschecks für Wärmepumpen könnten viel Energie sparen
Durch eine Prüfung lässt sich die Effizienz einer Wärmepumpe erhöhen.
Quelle: dpa
Foto: HandelsblattWärmepumpen erfahren einen echten Boom: In Zeiten von Klimawandel und Gaspreisanstieg gelten sie als günstiger, effizienter und klimaschonend. Laut Statistischem Bundesamt wurden sie in mehr als der Hälfte der 2021 fertiggestellten Wohngebäude als primäre Heizung eingebaut. Aber was für viele Gaszentralheizungen seit Neuestem vorgeschrieben ist, gilt für Wärmepumpen bislang nicht: ein Heizungscheck. Doch eine Prüfung im Betrieb würde auch bei ihnen die Effizienz deutlich steigern, zumindest bei einem Teil der Haushalte. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Bamberg und der ETH Zürich.
Laut der Studie könnten Wärmepumpenhaushalte durchschnittlich 642 Kilowatt pro Stunde (kWh) Strom im Jahr sparen. Bei der Hälfte der untersuchten Haushalte, für die hohe Einsparungen erwartet wurden, ließen sich sogar durchschnittlich 1.805 kWh einsparen. In der anderen Hälfte hingegen so gut wie nichts. „Vereinfacht kann man sagen: Ein Haushalt, der im Vergleich zu einem Haushalt mit gleicher Personenzahl und vergleichbarer Wohnfläche einen deutlich höheren Stromverbrauch hat, hat ein hohes absolutes und relatives Einsparpotenzial“, erklärt Thorsten Staake, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität Bamberg. „Solche Haushalte tun gut daran, selbst einen Heizungscheck für ihre Wärmepumpe zu veranlassen.“