Hausbau: Wie Sie eine Immobilie fürs ganze Leben planen
Wer bei der Planung seines Eigenheims vorausdenkt, kann die Immobilie leichter an veränderte Bedürfnisse anpassen.
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Foto: HandelsblattWer ein Haus baut, denkt oft an die unmittelbare Zukunft: Bekommt jedes Kind ein eigenes Zimmer? Welche Raumaufteilung ist für den Familienalltag am praktischsten? Ist genug Platz für alle da? Doch im Lauf des Lebens ändern sich die Anforderungen an das eigene Zuhause. Der Nachwuchs zieht aus, im Alter lässt die Mobilität nach, Treppensteigen fällt zunehmend schwerer. Im Idealfall lässt sich das Eigenheim dann mit wenig Aufwand und geringen Kosten anpassen. Das funktioniert am besten, wenn Bauherren schon bei der Planung berücksichtigen, dass sie ihr Haus in späteren Lebensphasen womöglich anders nutzen möchten.
„Die Schwierigkeit besteht darin, zum Zeitpunkt des Baus künftige Wohnsituationen zu antizipieren, die teils noch Jahrzehnte entfernt sind“, sagt Johannes Kreißig, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Er rät, sich zeitlich näher liegende Szenarien wie die Abtrennung eines Wohnbereichs für ein Kind vorzustellen. Eine solche Herangehensweise öffne den Weg für Flexibilität in der Planung.
Immobilien mit schlichtem Zuschnitt sind flexibler
Flexibilität – das bedeutet etwa, Aufenthaltsräume so zu konzipieren und anzuordnen, dass sie im Lauf der Zeit für verschiedene Zwecke genutzt werden können. Die Umwandlung eines Kinderzimmers in einen kombinierten Gäste-Arbeits-Raum oder der Tausch von Eltern- und Kinderschlafzimmer lassen sich am einfachsten in etwa gleich großen, rechteckig geschnittenen Räumen umsetzen. Schließlich braucht das Doppelbett eine passende Stellfläche und der Schrank eine durchgängige Wand ohne Vorsprung.