Solaranlagen: Wie KI hilft, den Strom vom eigenen Dach optimal zu nutzen
Ein KI-gestütztes Energiemanagement hilft, den Solarstrom vom eigenen Dach optimal zu nutzen.
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Foto: HandelsblattWie sieht die Energieversorgung in Einfamilienhäusern künftig idealerweise aus? René Zerwes muss nicht lange überlegen: „Wir können uns zurücklehnen und Geld sparen“, sagt der Produktmanager für Energiesysteme und digitale Services vom Energieanbieter Lichtblick. „Wenn wir Strom selbst erzeugen, holen wir uns Sicherheit zurück.“ Denn Solarstrom vom eigenen Dach kostet weniger als der über das Netz gelieferte. Wer möglichst viel selbst produzierten Strom nutzt, den müssen plötzliche Preissprünge an der Strombörse wie vor zwei Jahren weniger kümmern.
Rund 30 Prozent des eigenen Solarstroms können Haushalte gewöhnlich selbst nutzen. Der Anteil lässt sich erhöhen: mit Batteriespeichern und Energiemanagementsystemen. Ein Speicher wird tagsüber geladen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder entladen. Gewöhnlich steigt der Eigenverbrauch damit auf etwa 50 Prozent. Die Quote lässt sich auch ohne Speicher erreichen, nämlich mit dem Einsatz eines Energiemanagers, auch HEMS (Home Energy Management System) genannt. Die Anschaffungskosten dafür liegen zwischen 400 und 800 Euro. Gemeinsam genutzt sorgen HEMS und Speicher für eine Eigenverbrauchsquote von weit über 50 Prozent.