Wohneigentum: Viele Deutsche wollen mit einer Immobilie fürs Alter vorsorgen
München. Deutschland wird älter. Fast ein Viertel der Bevölkerung ist über 65 Jahre alt und befindet sich damit in der Rentenphase. Das bedeutet nicht nur weniger Zeitdruck und Verpflichtungen, sondern in der Regel auch weniger Geld. Mittlerweile gilt fast jeder Fünfte dieser Altersklasse als armutsgefährdet.
58 Prozent der Bundesbürger halten Wohneigentum für die beste Option, um dem entgegenzusteuern. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts Forsa im Auftrag des Immobilienverbandes Deutschland IVD. Befragt wurden im Januar dieses Jahres etwas mehr als 1000 deutsche Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahre.
Demnach nannten 43 Prozent der Befragten das Wohneigentum zur Selbstnutzung, 15 Prozent zur Vermietung. Damit rangiere die Wohnimmobilie vor Aktien und Fonds (16 Prozent), Lebens- und Rentenversicherungen (zehn Prozent) sowie Spareinlagen (sieben Prozent), schreibt der IVD.
Mieter sehnen sich nach den eigenen vier Wänden
Wohneigentum ist aber nicht nur aus Vorsorgegründen attraktiv für die Deutschen. Viele, die zur Miete wohnen, sehnen sich laut Umfrage nach den eigenen vier Wänden – nämlich zwei Drittel. Dass dieser Wunsch oft verwehrt bleibt, zeigte kürzlich die Studie „Wohneigentum in Deutschland“ vom Pestel-Institut auf Grundlage von Zensus-Daten. Alle zehn Jahre erfassen die statistischen Ämter bundesweit Daten zur Wohnungssituation, zuletzt 2022.