Interview mit Michael Zahn: Deutsche-Wohnen-Chef: „Die Preise für Immobilien werden in den nächsten Jahren nicht sinken“
Der Vorstandschef der Deutsche Wohnen will zwei Milliarden Euro in den Klimaschutz investieren.
Foto: HandelsblattFrankfurt. Der Chef des zweitgrößten deutschen Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen hält die Entwicklung der Mietpreise in Deutschland in Spitzenlagen für bedenklich. „Mieten in Frankfurt oder München von 18 Euro pro Quadratmeter sind ungesund“, sagte Deutsche-Wohnen-Vorstandsvorsitzender Michael Zahn dem Handelsblatt.
Wer jedoch in Märkte regulatorisch eingreife, die auf Jahre hinaus verknappt seien, mache „es nur schlimmer“. Die Deutsche Wohnen gehöre „nicht zu den Treibern der Mietsteigerungen“, betonte Zahn. Die Mieten im Bestand seien bei der Deutschen Wohnen durchschnittlich nur um rund 1,5 Prozent gestiegen. „Wir tragen also eher zur Entlastung des Marktes bei.“ Am Morgen hatte das Unternehmen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt.
Auf dem deutschen Immobilienmarkt sieht der Profi jedoch keine Anzeichen für ein baldiges Ende des Booms. „In einem Marktumfeld mit niedrigen Zinsen dürften Immobilien weiter zu den gefragtesten Anlageklassen gehören“, sagte Zahn voraus. Wenn der Wohnungsmarkt noch „mehr reguliert und damit stranguliert wird“, werde das dafür sorgen, dass mehr Neubauten als Eigentum angeboten werden. „Insofern glaube ich, dass die Kaufpreise für Immobilien in den nächsten Jahren nicht sinken werden.“