Nordsee-Insel: Was kostet eine Ferienimmobilie auf Föhr?
Wuppertal. Nirgendwo machen die Deutschen so gerne Urlaub wie im eigenen Land. Bei den Urlaubern besonders beliebt: die deutschen Ost- und Nordseeinseln. Allein nach Föhr kamen im Jahr 2023 insgesamt 193.293 Gäste.
Die zweitgrößte deutsche Nordseeinsel überzeugt mit ihren grünen Deichen, einem umfassenden Radwegnetz, einem milden Klima und einer Bodenständigkeit, die auf der Nachbarinsel Sylt nur schwer zu finden ist. Weiteres Plus: Dadurch, dass Föhr ausschließlich mit der Fähre ab Dagebüll zu erreichen ist, wirkt die Insel auch in der Hochsaison nie überlaufen.
Suchten Interessenten vor allem während der Coronapandemie vergeblich nach einer zum Kauf verfügbaren Immobilie, finden sie heute eine verhältnismäßig große Auswahl, die einer verhaltenen Nachfrage gegenübersteht. „Wobei hier wichtig zu sagen ist, dass der Immobilienmarkt auf Föhr nicht vergleichbar mit anderen Märkten ist. Wir sind eine Insel mit knapp 8500 Einwohnern“, sagt Dirk Jenßen, Geschäftsstellenleiter bei Von Poll Immobilien Föhr.
Die Kaufpreise für Immobilien sind gesunken
Als mögliche Ursachen dafür, dass sich potenzielle Käufer gegenwärtig zurückhalten, benennt er unter anderem den Ukrainekrieg und seine Folgen, die Inflation und wie sich die Zinsen entwickelt haben. Aber auch die gestiegenen Baukosten und die Anforderungen an energieeffiziente Immobilien.