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Signa-GruppeSigna Prime wird endgültig in Konkurs geschickt

Viele Gläubiger wollten eigentlich eine Treuhand-Sanierung der Edelsparte im Immobilienreich des österreichischen Investors René Benko. Der Oberste Gerichtshof in Österreich sagt nun Nein. 31.10.2024 - 14:44 Uhr Artikel anhören
Der österreichische OGH hat den Sanierungsplan der Signa-Gruppe abgelehnt. Foto: IMAGO/Markus Matzel

Wien. Die Luxusimmobilien-Gesellschaft der insolventen Signa-Gruppe wird in den Konkurs geschickt. Der Oberste Gerichtshof (OGH) habe den angestrebten Sanierungsplan durch einen Treuhänder endgültig abgelehnt, teilte der Insolvenzverwalter Norbert Abel mit. „Das Sanierungsverfahren wird nunmehr auf ein Konkursverfahren abgeändert.“

Es sei geplant gewesen, das Sanierungsverfahren durch einen Massekredit zu finanzieren, sagte Creditreform-Geschäftsführer Gerhard Weinhofer. Diesen Schritt habe der OGH abgelehnt. Die Mehrzahl der Gläubiger hatte für einen Sanierungsplan gestimmt. Dabei hätten sie mindestens 30 Prozent ihrer Ausgaben und Investitionen wieder zurückbekommen.

Verkauf der Liegenschaften ab sofort

Jetzt müsse der Masseverwalter umgehend mit dem Verkauf der Liegenschaften wie dem 245 Meter hohen Hamburger Elbtower beginnen, sagte Weinhofer. Eine fixe Quote für die Rückzahlungen an die Gläubiger gebe es nicht mehr. Er rechne damit, dass vom Verkauf der Vermögenswerte am Ende nun weniger als die 30 Prozent gezahlt werden könnten. Zur Signa Prime gehörten ursprünglich etwa 110 Projekte. Die meisten stünden noch zum Verkauf, meinte Weinhofer.

Der OGH hat mit dem Urteil im Sinne der Finanzprokuratur entschieden, die die rechtlichen Interessen der Republik vertritt. Die angemeldeten Insolvenzforderungen belaufen sich auf mehr als 12,2 Milliarden Euro, davon wurden bisher rund sechs Milliarden Euro anerkannt.

Bereits im April hatte die thailändische Central Group die Übernahme der Luxuskaufhaus-Immobilie KaDeWe in Berlin bekanntgegeben. Auch der Geschäftsbetrieb der Kaufhäuser KaDeWe, Oberpollinger (München) und Alsterhaus (Hamburg) geht an die thailändische Gruppe. 

Benko und seine Signa-Gruppe hatten in der Niedrigzinsphase in namhafte Immobilien- und Handelsprojekte investiert. Steigende Zinsen, wachsende Baukosten und höhere Energiepreise brachten sein Firmenkonstrukt zu Fall.

dpa
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