Tobias Just: „Einkommensstarke Haushalte nicht mit Kappungsgrenze schützen“
Regensburg. Tobias Just ist seit 2011 wissenschaftlicher Leiter der IREBS Immobilienakademie und Professor für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg. Zuvor arbeitete er als Leiter der Branchen- und Immobilienmarktanalyse bei Deutsche Bank Research. Der studierte Volkswirt habilitierte sich an der Technischen Universität Berlin zum Thema „Demografie und Immobilien“. Von 2013 bis 2021 war er im Vorstand der GIF, Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung, ab 2015 war er deren Präsident. Seit 2015 ist er zudem Herausgeber der „Zeitschrift für Immobilienökonomie“.
Herr Just, angenommen, Sie wären Bundesbauminister: Was wäre Ihre erste Amtshandlung?
Ich würde die Kappungsgrenzen im Wohnungsmietrecht so ändern, dass sie einkommensschwache Haushalte schützen – einkommensstarke dagegen nicht mehr. Politisch wäre das zwar schwer durchzusetzen, sachlich aber sinnvoll. Auch die Vielzahl der Landesbauordnungen sollte reduziert werden. Bei der Digitalisierung von Baugenehmigungen geht es regional unterschiedlich schnell voran. Hier braucht es mehr Nachahmung und eine zügige Skalierung. Das steht zu Recht auf der Agenda der Ministerin – ich würde es kaum anders angehen.