Trendviertel 2022: Verblüffende Dynamik: In Düsseldorf haben Käufer von Immobilien noch lange nicht genug
Auf dem Immobilienmarkt der Stadt sind viele finanzstarke Akteure mit ausreichend Liquidität unterwegs.
Foto: 500Px Plus/Getty ImagesDüsseldorf. Der Grundstein ist seit wenigen Tagen endlich gelegt – es tut sich also wieder etwas nach Monaten des Stillstands an der Düsseldorfer Suitbertusstraße im Stadtteil Bilk. Wo jahrzehntelang Schrauben produziert und gehandelt wurden und zuletzt das sehr beliebte Veranstaltungszentrum „Boui Boui Bilk“ stand, entsteht nun das „Mothes Karree“: ein großes Areal mit 58 Eigentumswohnungen, zwei Stadthäusern und umfangreicher Grünfläche im Innern. Ein ruhiges, familienfreundliches Leben mit viel Grün vor der eigenen Tür – mitten in der Großstadt, so verspricht es die Tecklenburg-Gruppe, die das Quartier realisiert.
Mit Bauprojekten wie diesen versuchen Entwickler, die sehr starke Nachfrage nach Wohnimmobilien in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens zu bedienen. Doch das Gesamtangebot reicht bei Weitem nicht aus. Das treibt die Preise im Umkehrschluss auf ein mittlerweile sehr hohes Niveau.
Der seit vielen Jahren anhaltende Preisboom hat sich dabei noch beschleunigt, wie die exklusive Auswertung des Analysehauses vdp Research für das Handelsblatt aufzeigt. So haben sich Ein- und Zweifamilienhäuser im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 12,7 Prozent auf 4670 Euro pro Quadratmeter verteuert. Eigentumswohnungen kosten im Schnitt 4470 Euro, ein Plus von zehn Prozent. In den vergangenen Jahren waren Steigerungen zwischen sechs und acht Prozent üblich.