Trendviertel 2022: An Rhein und Siebengebirge: Wo Bonn „hochattraktiv“ für Investoren ist
Vor allem für Akademiker gibt es viele Jobchancen, doch die Chance Wohnraum zu finden, ist ungleich kleiner. Rund 136.000 Menschen pendeln täglich zur Arbeit in die Stadt hinein.
Foto: Photodisc/Getty ImagesBonn. Bonn ist „eine Hauptstadt der freien Welt“ – ein Satz, der sich 1963 im Gedächtnis der Stadtbewohner verewigte. Es war US-Präsident J. F. Kennedy, der ihn auf dem Marktplatz zu 45.000 dicht an dicht stehenden, begeisterten Zuhörern sprach. Was der einstige Hoffnungsträger an weiteren Spuren hinterließ, ist grau asphaltiert.
Die nach ihm benannte „Kennedyallee“ führt im Norden des Stadtbezirks Bad Godesberg auch durch Plittersdorf. Und genau dort, bekommt der ehemals wie ein Popstar Umjubelte nun namhafte Gesellschaft.
„Jackie K.“ lautet der „Übergangsname“ für das neue Wohn- und Büroquartier der Entwickler Gerchgroup und BPD. Das Areal umfasst etwa 25.500 Quadratmeter für Wohnungen (40 Prozent davon gefördert). Zusätzlich entstehen 13.500 Quadratmeter an Bürofläche, eine Kindertagesstätte, eine Tiefgarage sowie Dach- und Fassadenbegrünungen.
Wo derzeit noch für kurze Zeit der pyramidenförmige 70er-Jahre-Bau der Postbank das Straßenbild bestimmt, wird ein modernes, gemischtes Stadtquartier gestaltet. Nachdem entkernt wurde und die Schadstoffe saniert sind, werden im Sommer die Abrissbagger anrollen, um der einstigen First Lady Jackie Kennedy den Weg zu bahnen.