Asien: Chinesen sollen vermehrt in Aktien investieren
Die chinesische Staatsführung hält die Stabilisierung des Aktienmarkts für notwendig.
Foto: dpaPeking. Chinas staatliche Finanzinstitute stützen zunehmend die lokalen Kapitalmärkte. Wie in dieser Woche bekannt wurde, hat der Staatsfonds Central Huijin Investment umgerechnet rund 62 Millionen Euro in Papiere Chinas größter Banken investiert und dadurch erstmals seit 2015 seine Anteile erhöht. Weitere Käufe sollen folgen, wie aus der Pflichtmitteilung an der Shanghaier Börse hervorgeht.
Die Maßnahme dient Experten zufolge dazu, das Vertrauen von Chinas Sparern in Aktien zu stärken und eine Alternative zur Geldanlage im kriselnden Immobilienmarkt zu schaffen. Indem die Bürger mit Aktien Geld verdienen, sollen sie in der Lage sein, mehr zu konsumieren.
Chinas Staatsführung will den Binnenkonsum zur wichtigen Stütze der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt machen. Dadurch soll die chinesische Wirtschaft unabhängiger von Immobilienwirtschaft und Exporten werden.
Doch auch infolge der anhaltenden Immobilienkrise konsumieren Chinesen derzeit weniger als erhofft. Schätzungen zufolge stecken rund drei Viertel des Vermögens der Privathaushalte in Betongold. Die damit verbundene Unsicherheit gilt als wichtiger Grund für die Kaufzurückhaltung der Verbraucher.