Bayer-Aktie: Analysten erwarten nach Chefwechsel Kurssprung für Bayer
Die Pharmasparte könnte in den nächsten Jahren unter Druck geraten, da einige Patente ablaufen.
Foto: dpaFrankfurt. Als Werner Baumann zum letzten Mal als Bayer-Vorstandschef Ende Februar die Jahreszahlen des Konzerns präsentierte, gab der Börsenkurs des Unternehmens vier Prozent nach. Grund dafür war eine schlechte Prognose fürs laufende Gesamtjahr.
Doch die Reaktion an den Börsen spiegelte auch das schwierige Verhältnis wider, das die Aktionäre des Pharma- und Agrarchemiekonzerns zuletzt zu Baumann hatten. Als einige Wochen zuvor bekannt geworden war, dass Baumann früher gehen würde als geplant, schoss die Aktie nach oben.
Seit Anfang des Jahres ist das Papier des Leverkusener Pharmakonzerns um mehr als 17 Prozent gestiegen. Damit liegt es in den Top Fünf des Dax. Analysten erwarten, dass der neue CEO noch weiter steigende Kurse mit sich bringt und raten zum Kauf der Bayer-Aktie. Ihren Studien zufolge hat das Papier noch reichlich Potenzial nach oben.
Am Montagnachmittag lag die Aktie in einem schwachen Marktumfeld bei etwa 56,50 Euro. Die Kursverluste, die Bayer seit 2016 rund um die Übernahme des Saatgut- und Herbizit-Herstellers Monsanto eingefahren hat, sind trotzdem noch nicht wieder ausgeglichen. Gut das doppelte war eine Aktie des Unternehmens wert, bevor die Prozesse um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat begannen.