Chart des Tages: Atoss Software verliert kräftig
Die Investition von General Atlantic schlägt sich negativ auf den den Aktienkurs von Atoss nieder.
Foto: AtossFrankfurt. Der Einstieg des Technologie-Investors General Atlantic hat der Aktie von Atoss Software nicht gutgetan. Sie fiel am Donnerstag in der Spitze um mehr als zehn Prozent auf 191,20 Euro. Damit war sie der größte Verlierer im Kleinwerteindex SDax und im Technologieindex TecDax, in den sie erst im vergangenen Monat aufgestiegen war.
General Atlantic übernimmt 20 Prozent der Anteile des Spezialisten für Personalplanungs-Software. Diesen Anteil bekommt General Atlantic von Firmengründer Andreas Obereder, der dem Investor einen kräftigen Preisabschlag von 12,8 Prozent auf den Durchschnittskurs der Aktie seit September gewährt.
Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters lag der Kaufpreis damit bei 223 Millionen Euro oder 140 Euro je Aktie. Das belastete die Aktie. Strategisch verspricht sich Atoss von dem neuen Investor vor allem Unterstützung bei der Umstellung auf Cloud-Technologie und der Internationalisierung außerhalb des deutschen Sprachraums.
Firmengründer Obereder hielt bisher gut 50 Prozent an Atoss Software. General Atlantic ist in Deutschland unter anderem als Investor des Fernbus-Netzwerks Flixbus und der Start-up-Beteiligungstochter von Pro Sieben Sat 1 bekannt.