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Chart des TagesChinas Krise drückt den Kupferpreis

Das Industriemetall ist nach den Turbulenzen in China auf ein Sieben-Wochen-Tief gefallen. Analysten sehen aber langfristiges Aufwärtspotenzial. 21.08.2023 - 17:20 Uhr Artikel anhören

Der Kupferpreis ist ein wichtiger Konjunkturindikator – nach einige Schwankungen stabilisierte er sich kürzlich wieder.

Foto: dpa

Frankfurt. Die Sorgen um Chinas Wirtschaft setzen auch dem Kupferpreis zu, da China weltweit der mit Abstand größte Nachfrager des Industriemetalls ist. Am Donnerstag fiel der Kupferpreis auf ein Sieben-Wochen-Tief von 8.120 US-Dollar pro Tonne, mittlerweile hat er sich leicht stabilisiert.

Zu Beginn des Monats notierte Kupfer noch bei 8.860 US-Dollar pro Tonne, doch die Konjunktursorgen in China belasten den Preis. Weiter beschleunigt habe sich der Abwärtstrend in der vergangenen Woche, nachdem enttäuschende Daten zur chinesischen Industrieproduktion und zum Immobilienmarkt veröffentlicht wurden, erklärt Deutsche-Bank-Chefanlagestratege Ulrich Stephan.

Zudem dürfte die Abwertung des chinesischen Renminbi gegenüber dem US-Dollar, in dem Kupfer auf dem Weltmarkt gehandelt wird, das Kaufinteresse weiter gedämpft haben.

Laut Commerzbank-Analystin Barbara Lambrecht ist der Kupfermarkt zudem derzeit überversorgt: Die Vorräte an der Londoner Metallbörse (LME) seien seit Mitte Juli um fast 70 Prozent gestiegen. Kurzfristig könnte der Preis daher unter 8000 US-Dollar rutschen.

Mittel- und langfristig könnten die Preise aber wieder steigen. So sagt etwa Deutsche-Bank-Anlagestratege Stephan: „Auf mittlere Sicht sollten absehbare weitere Konjunkturhilfen der chinesischen Regierung sowie die stetig ansteigende Nachfrage nach dem roten Metall durch den Ausbau erneuerbarer Energien Aufwärtspotenzial für die Kupfernotierungen liefern.“

Kupfer wird vor allem in der Elektrotechnik, in der Automobilbranche und auf dem Bau verwendet. Der Preis des Industriemetalls gilt daher als Konjunkturindikator.

Doch künftig könnte die Kupfernachfrage stärker von grünen Sektoren getrieben werden, wie Rohstoffanalyst Michael Widmer im Bank of America Global Research Report schreibt. Bereits in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres habe die Korrelation von Kupfer mit dem weltweiten BIP-Wachstum abgenommen.

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„Da sich die Weltwirtschaft immer schneller in Richtung „Net Zero“ bewegt und die Industrieländer auch ihre strukturellen Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels verstärken, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Kupfernachfrage weniger zyklisch sein wird.“

jh
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