De-Listing: NYSE vor erneuter Kehrtwende: Drei chinesische Konzerne kurz vor dem Ausschluss
Das Vorgehen der New Yorker Börse wirft Fragen auf.
Foto: APDüsseldorf, Denver. Im Streit über die drei großen chinesischen, an der New Yorker Börse gelisteten Telekommunikationsunternehmen gibt es eine weitere Kehrtwende. Die New York Stock Exchange (NYSE) bereitet nun doch ein Delisting vor, wie aus einer Stellungnahme vom Mittwoch hervorgeht. Damit ändert der Börsenbetreiber das zweite Mal innerhalb von zwei Tagen seine Meinung.
Die NYSE hatte am Neujahrstag erklärt, die Telekommunikationsfirmen China Telecom, China Mobile und China Unicorn zum 11. Januar vom Aktienhandel auszuschließen, und auf einen Erlass der US-Regierung aus dem November verwiesen. Diese hatte damals US-Investitionen in insgesamt 31 Unternehmen untersagt, die nach ihrer Darstellung eine zu enge Beziehung zum chinesischen Militär aufweisen. Am Dienstag revidierte die NYSE ihre Pläne, ohne konkrete Details zu nennen.
Nun also der Rückzug vom Rückzug. Die Entscheidung, die Firmen nun doch auszuschließen, wurde getroffen, nachdem die Börse „ am 5. Januar neue, spezifische Anleitungen bekommen hat“, teilte die Nyse am Mittwoch zum Börsenstart in New York mit. Dabei sei der Handelsplatz von dem Büro zur Kontrolle ausländischer Vermögenswerte kontaktiert worden, das Teil des Finanzministeriums ist.