Geldanlage: Wie die populären Themenfonds Anleger enttäuschen
Beliebt, aber für Fondsanleger nicht immer ertragreich.
Foto: Reuters, Getty Images, ContinentalFrankfurt. Themenfonds sind zuletzt immer beliebter geworden: Das Kapital von 281 Aktienfonds, die Scope Fund Analysis untersucht hat, ist allein in den vergangenen drei Jahren um fast die Hälfte gestiegen – und zwar auf 119 Milliarden Euro. Der Hype um diese Produkte spiegelt sich auch in der wachsenden Zahl von Neuauflagen wider, die vor allem technologiegetrieben sind: Hier stehen Künstliche Intelligenz (KI), Cloud-Computing, aber auch die Mobilität der Zukunft im Fokus.
Doch für Investoren lohnen sich die populären Produkte oft gar nicht: Denn sie liefern meist unterdurchschnittliche Anlageergebnisse, wie die Scope-Studie zeigt, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. In den vergangenen zwölf Monaten lagen beispielsweise die Erträge von zehn der zwölf untersuchten Themen im Schnitt 1,5 bis 20,8 Prozentpunkte unter dem Ergebnis des Vergleichsindexes, dem MSCI-Weltindex. Nur zwei Themen erzielten mehr Gewinn. Experten mahnen zur Vorsicht.
Was die Gründe sind, warum sie Themenfonds nicht komplett abschreiben und worauf Investoren achten sollten:
Rund zwei Drittel der von Scope untersuchten Produkte waren börsengehandelte Indexfonds, kurz ETF, die nur ein Fünftel des Kapitals auf sich vereinigten. Der Hauptteil bezog sich auf aktiv betreute Ansätze, bei denen Manager versuchen, mehr Ertrag zu erwirtschaften als ein Vergleichsindex.