Impfstoffhersteller: Curevac-Aktie stürzt ab – Wie Analysten die Entwicklung einschätzen
Das Vakzin zeigt laut einer Studie lediglich eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung jeglichen Schweregrades und in allen Altersgruppen.
Foto: imago images/Martin WagnerDüsseldorf. Die Aktie von Curevac ist zum zweiten Mal binnen zwei Wochen eingebrochen. Die Titel des Biotech-Unternehmens gaben am Donnerstag auf dem Handelsplatz Xetra um bis zu 23 Prozent nach. Anschließend grenzte die Aktie ihren Verlust ein und schloss elf Prozent im Minus bei 56,90 Euro. Im US-Handel verlieren die Curevac-Titel ebenfalls rund elf Prozent.
Mit dem Kursrutsch reagierten Anleger auf eine abschließende Analyse vom Mittwochabend, die die enttäuschenden Studienergebnisse des Corona-Impfstoffkandidaten bestätigte. Demnach zeigte das Vakzin lediglich eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung jeglichen Schweregrades und in allen Altersgruppen.
Mitte Juni lag der Aktienkurs noch bei über 80 Euro. Als Curevac dann überraschend mitteilte, dass ihr lang ersehnter Impfstoffkandidat in einer Zwischenstudie deutlich weniger wirksam war als erhofft, brach die Aktie um 44 Prozent auf 46 Euro ein. Die anschließende Gegenbewegung des Papiers auf rund 64 Euro wurde jetzt gestoppt.
Dabei sei das Studienergebnis positiv zu sehen, sagt Berenberg-Analyst Zhiqiang Shu. Er bestätigte am Mittwochabend in einer Notiz seine Kaufempfehlung sowie sein Kursziel von 123 Dollar (104 Euro).