LVMH, Hermès, Kering: Aktien von französischen Familienunternehmen zeigen sich krisenfest
Der Chef des Luxuskonzerns LVMH blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück – und optimistisch in die Zukunft.
Foto: ReutersParis. Wer auf börsennotierte Familienunternehmen aus Frankreich setzt, kann sich derzeit beim Blick auf sein Depot freuen: Denn Aktien vom Konsumgüterkonzern L’Oreal, dem Softwareunternehmen Dassault Systèmes oder den Luxuskonzernen Hermès, LVMH und Kering entwickeln sich in diesem Jahr deutlich besser als der französische Leitindex Cotation Assistée en Continu (CAC).
Im Schnitt stiegen die Aktien dieser Konzerne seit Jahresbeginn um mehr als 15 Prozent, der CAC, der die Wertentwicklung der 40 größten französischen Aktiengesellschaften abbildet, legte lediglich um neun Prozent zu. Auch kurzfristig schlagen die Familienunternehmen den Index: Auf Wochensicht legten sie im Schnitt um mehr als ein Prozent zu, während der CAC leicht nachgab.
Experten sehen bei den meisten börsennotierten Familienunternehmen noch weitere Kurschancen. Denn diese können gerade in Krisenzeiten ihre Stärke ausspielen.
So erklärt Kevin Thozet, Mitglied des Investments-Komitees des Anlageverwalters Carmignac: „Weil das Geld des Unternehmens und das Erbe der Familie zusammengehören, lösen sie sich von der Tyrannei der Märkte und entwickeln eine langfristige Strategie.“