LVMH, Hermès, Kering: Luxus-Aktien werden günstiger – Einstiegskurse in Sicht?
Der Luxusmodekonzern Hermès ist für seine Handtaschen bekannt. Seit Januar haben die Aktien des Unternehmens 17 Prozent zugelegt.
Foto: ReutersKöln. Auch in der Welt der Reichen und Superreichen sitzt das Geld nicht mehr so locker. Der durch die Pandemie ausgelöste Nachholbedarf an teuren Gütern wie Champagner, Uhren, Schmuck und Handtaschen flaut ab. Seit Beginn des Sommers sind die Aktienkurse der Luxusgüterhersteller gefallen.
Am Mittwoch gerieten nach Bekanntgabe der Quartalszahlen von LVMH Luxusaktien an den Märkten weiter unter Druck. Die LVMH-Titel sackten um mehr als sechs Prozent ab und markierten zeitweise den tiefsten Stand seit Dezember. Auch die Papiere von Konkurrenten wie Kering und dem Taschenhersteller Hermès gaben nach.
Zwar legen Umsätze und Gewinne der meisten Luxushersteller zuletzt unverändert zu – aber nicht mehr so schnell wie bisher. Ein wichtiger Grund dafür ist die Abkühlung des Wirtschaftswachstums in China und in den USA. Während Börsenkenner Jens Ehrhardt von DJE Kapital findet, dass China positiv überraschen könnte, hält er eine Rezession in den USA im kommenden Jahr für möglich.