Neuemissionen: Börsengang von Meinauto: Internet-Autohändler sagt IPO in letzter Minute ab
Das Börsendebüt war für Mittwoch geplant.
Foto: MeinAutoMünchen. Der Internet-Autohändler Meinauto hat seinen geplanten Börsengang in Frankfurt in letzter Minute abgesagt. Die für Mittwoch geplante Emission werde verschoben, teilte das Unternehmen am Dienstag eine Viertelstunde vor dem Ende der Zeichnungsfrist um 16 Uhr mit.
Den Entschluss hätten Meinauto und sein Eigentümer, der britische Finanzinvestor Hg Capital, gefasst. „Grund dafür sind die derzeit ungünstigen Marktbedingungen für wachstumsstarke Unternehmen“, hieß es in der Mitteilung.
Sobald sich die Marktbedingungen stabilisierten, wolle man einen neuen Anlauf nehmen. Meinauto ist der erste Börsenkandidat in diesem Jahr, dessen Emission auf Eis gelegt wurde.
Zuletzt hatte es danach ausgesehen, dass die Aktien des Online-Autohändlers am unteren Ende der Preisspanne zugeteilt würden. Die begleitenden Banken hatten den Investoren am Montag signalisiert, dass die bis zu 25,8 Millionen Papiere zu einem Preis zwischen 16 und 17 Euro ausgegeben würden. Die Spanne reichte bis zu 20 Euro.
Der Börsengang hätte damit ein Volumen zwischen 412 und 439 Millionen Euro gehabt, wenn alle Aktien platziert worden wären. Die Banker hatten erklärt, die Nachfrage reiche aus, um das geplante Volumen abzudecken.