Sartorius: Zahlen heben Aktie an die Spitze von MDax und Stoxx Europe 600
Düsseldorf. Positive Zahlen haben die Sartorius-Aktie am Donnerstag an die Spitze von gleich zwei Indizes befördert: des MDax und des Stoxx Europe 600, der 600 börsennotierte Unternehmen aus 17 europäischen Ländern umfasst.
In der Spitze stieg der Kurs des Labor- und Pharma-Zulieferers um 13 Prozent auf 240,50 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Mitte März. Die französische Tochter Sartorius Stedim Biotech legte in Paris gleichermaßen zu.
Für Anleger sind das gute Nachrichten – denn die Göttinger tun sich seit Ende 2021 an der Börse schwer. Zu den Hochzeiten der Coronapandemie kostete der Sartorius-Titel noch mehr als 610 Euro. Anfang September stieg Sartorius aus dem deutschen Leitindex Dax in den MDax ab. Dabei hat der für den Konzern entscheidende Bereich mit Produktionszubehör für die Biotech-Branche die Post-Corona-Krise schon überwunden.
Die Quartalszahlen des Unternehmens seien „gut genug für eine Kurserholung“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur einen Händler.
Von Januar bis Ende September steigerte der Konzern seinen Umsatz um 7,5 Prozent auf 2,611 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (Ebitda) um 12,8 Prozent auf 774 Millionen Euro. Mit einem Zuwachs von 17 Prozent auf 244 Millionen Euro legte der Nettogewinn noch stärker zu.
Sartorius hebt Ausblick an
Der Vorstand um Michael Grosse hob seine Prognosen für Umsatz und operative Umsatzrendite fürs laufende Jahr an. „Die Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf stimmt uns sehr positiv“, erklärte Grosse. „Mit einem zweistelligen Zuwachs bleibt das margenstarke Geschäft mit Verbrauchsmaterialien der wichtigste Treiber unseres Wachstums.“
Dem Finanzdienst LSEG zufolge beobachten vier Strategen die Aktie. Drei empfehlen, sie zu kaufen, einer rät zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel auf Sicht von 52 Wochen liegt bei 250 Euro, was einem Plus von fast sieben Prozent zum aktuellen Kurs entspricht.