Anleihemarkt: Warum die Renditen für US-Staatsanleihen wieder fallen
An der New Yorker Börse gibt es verschiedene Meinungen zur Stärke der US-Wirtschaft.
Foto: imago images/UPI PhotoNew York. Monatelang setzte Bill Ackman auf steigende Renditen bei US-Staatsanleihen. Noch im August verwies der Chef des Hedgefonds Pershing Square auf eine ganze Reihe von Gründen, warum die Renditen auf Staatspapiere der USA mit 30-jähriger Laufzeit weiter hoch bleiben würden.
Dazu gehörten strukturelle Veränderungen, wie die Energiewende, und eine Flut neuer Anleihen, die die US-Regierung herausgeben werde, um sich zu finanzieren. Renditen auf Anleihen steigen, wenn ihr Kurs fällt – und umgekehrt.
Anfang der Woche indes vollzog der viel beachtete Wall-Street-Investor eine Kehrtwende. Es gebe „zu viele Risiken in der Welt“, um weiter auf steigende Renditen zu setzen, verkündete Ackman am Montag auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter).
US-Anleihen gelten wegen ihres geringen Ausfallrisikos traditionell als sichere Option für die Geldanlage in Krisenzeiten. Daher greifen Investoren nun wieder verstärkt zu.
Ackmans Argumentation hallte an den Märkten wider: Die Renditen für 30-jährige Staatsanleihen gingen am Montag deutlich zurück, nachdem sie kurz zuvor die Marke von 5,18 Prozent erreicht hatten.