China und Hongkong: Bubble Tea und Eiscreme stärken Börsenplatz Hongkong
Shanghai. Die beiden Bubble-Tea-Läden in Huaxin Town im westlichen Shanghaier Stadtteil Qingpu liegen nur 150 Meter voneinander entfernt. Doch der Andrang ist so groß, dass sich vor jedem Geschäft zwei Schlangen bilden. Vor allem junge Frauen und auch Paare stehen an, um einen Becher des süßen Lifestyle-Getränks, eine Art Eistee, zu kaufen, das in Asien zwar nicht neu ist, aber in den vergangenen Jahren – auch in Europa – immer beliebter wurde. Und auch in China trinken immer mehr Menschen Bubble Tea.
Das liegt auch an der Mixue Group, Chinas größter Bubble-Tea- und Eiscreme-Kette, die in der Volksrepublik selbst Starbucks und McDonald’s in den Schatten stellt, in Deutschland aber nur wenigen bekannt sein dürfte.
Ein Hidden Champion, ein Gewinner aus der chinesischen Provinz: Seit 1997 gibt es das Unternehmen aus Henan. Doch spätestens seit dem Börsendebüt in Hongkong Anfang dieser Woche ist es in der Volksrepublik in aller Munde.
Für zahlreiche Investoren schien der rund 3,45 Milliarden Hongkong-Dollar (444 Millionen US-Dollar) schwere Börsengang in Hongkong vielversprechend – sie verhalfen der neu notierten Aktie in den ersten Handelsstunden zu einem enormen Aufstieg. Anleger, so berichten lokale Medien, hätten Kredite aufgenommen, um Aktien kaufen zu können.