Blick ins Ausland: Welche Rolle Gold in Indien, China, Türkei und Iran spielt
Die Coronakrise hat Indiens Goldgeschäfte zum Stillstand gebracht.
Foto: BloombergFrankfurt, Istanbul, Berlin, Bangkok. Deutschland ist eines der goldaffinsten Länder der Erde. Die Passion für das Edelmetall teilen die Deutschen beispielsweise mit Chinesen, Indern, Türken oder Iranern. Dort ist Gold Teil des täglichen Lebens, Kulturgut und sicheres Wertaufbewahrungsmittel zugleich. Die Handelsblatt-Korrespondenten geben einen Überblick.
China
Das Land ist der mit Abstand wichtigste Player auf dem globalen Goldmarkt. Rund ein Drittel des weltweit für die Schmuckindustrie geförderten Goldes geht dorthin, und auch ein Drittel der Weltnachfrage für Barren und Münzen entfiel in den vergangenen Jahren auf China. Das Edelmetall ist bei wohlhabenden Chinesen neben Immobilien im Ausland ein wichtiger Baustein im Portfolio. Daneben stockt auch die chinesische Notenbank mit tonnenschweren Goldkäufen jeden Monat die eigene Währungsreserve auf.
Doch in der Coronakrise ist den Chinesen die Kauflust vergangen: Die Nachfrage nach Goldschmuck ist Daten des World Gold Councils zufolge um über 30 Prozent eingebrochen. Und auch die Nachfrage nach Barren und Münzen war zuletzt rückläufig. Indexfonds spielen in China kaum eine Rolle – dort zählt einzig der physische Besitz.