Euro/Dollar: Euro gleicht Verluste aus - Türkische Lira bleibt unter Druck
Zerknitterte Dollar-Note auf Euro-Scheinen.
Foto: ReutersFrankfurt. Am Montag Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1430 US-Dollar gehandelt und damit etwas über dem Niveau vom Freitagabend. Zwischenzeitlich fiel der Kurs bis auf 1,1365 Dollar und damit auf den schwächsten Stand seit Juli 2017. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1403 (Freitag: 1,1456) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8770 (0,8729) Euro.
Ungeachtet der leichten Erholung am Nachmittag wird der Euro nach wie vor durch den rasanten Kursverfall der Lira belastet. Die türkische Währung ist sehr schwach in die neue Woche gestartet und verzeichnete zweistellige prozentuale Wertverluste. Zeitweise mussten mehr als sieben Lira für einen Dollar gezahlt werden, für einen Euro wurden erstmals mehr als acht Lira fällig. Eine deutliche Erholung gab es im Anschluss nicht. Die Entwicklung rief am Markt Sorgen um einige europäische Banken hervor, die viel Geld in der Türkei investiert haben.
Erfasst werden von der Lira-Krise auch Währungen von großen Schwellenländern. Zwischenzeitlich standen besonders der südafrikanische Rand, die indische Rupie sowie der mexikanische Peso unter Druck. Ähnlich erging es dem russischen Rubel, der auch durch angekündigte Sanktionen der USA belastet wird.