Kryptowährungen: Bitcoin steigt erstmals über 60.000 Dollar
Der Wert der Kryptowährung stieg im Laufe der vergangenen Woche erneut um über 20 Prozent.
Foto: ReutersFrankfurt. Nach einem vorübergehenden Rücksetzer stieg der Bitcoin, die älteste und bekannteste Kryptowährung, am Samstag auf der Branchenplattform Bitstamp kurzzeitig auf über 60.000 Dollar und erreichte damit ein neues Rekordhoch. In der Spitze stand die Währung am Samstagmittag zwischenzeitlich bei bis zu 60.400 Dollar. Zuletzt ging der Kurs wieder etwas runter, lag aber immer noch deutlich über dem Niveau von Freitagabend.
Schon im Laufe der vergangenen Woche hatte sich der Bitcoin kontinuierlich der neuen Rekordmarke genähert. Damit befindet sich die Kryptowährung nun jenseits der bisher wichtigsten Marke von 58.354 Dollar, die sie am 21. Februar markiert hatte.
Analysteneinschätzungen zufolge war zu erwarten, dass die neue Bestmarke nun erreicht wurde. Timo Emden vom Analysehaus Emden Research erklärt: „Angesichts neuer Liquiditätsschwemmen jenseits des großen Teichs setzen die Anleger nach wie vor auf Bitcoin und Co.“
Seit Beginn der Corona-Pandemie habe sich der Trend hin zur Suche nach Alternativen zur Geldanlage gegenüber klassischen Strategien verstärkt. Als ausschlaggebend für den Kursanstieg am Freitag und Samstag sieht Emden das jüngst beschlossene US-Konjunkturprogramm von rund 1,9 Billionen Dollar, da der Bitcoin und andere Kryptowährungen für Anleger „angesichts möglicher Währungsrisiken eine Hedge- und Diversifikationsrolle“ spielten, so Emden.