Öl-Kartell: Die Opec will wachsen und ihren Einfluss ausweiten
Der Opec Gouverneur (vorne links) und der saudische Energieminister (vorne rechts) beim achten Opec International Seminar in Wien.
Foto: BloombergWien. Die Opec ist auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Bei einer Podiumsdiskussion des internationalen Seminars in Wien, bei dem Minister der Allianz der ölproduzierenden Länder auf Konzernchefs der Branche trafen, äußerten gleich mehrere Mitglieder den Wunsch nach einer Erweiterung des Ölkartells. Die Opec will damit ihren Einfluss vergrößern.
So sagte Suhail Mohammed Al Mazrouei, Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE): „Die Opec produziert derzeit rund 40 Prozent des weltweiten Öl-Angebots. Aber stellen wir uns mal vor, es wären 60 Prozent. Dann könnten wir unseren Job noch besser machen.“
Antonio Oburo Ondo, Präsident der Opec-Konferenz und Minister für Bergbau und Kohlenwasserstoffe in Äquatorialguinea, stimmt ihm zu. „Je größer die Organisation ist, desto besser“, sagt er. Denn je mehr Einfluss die Öl-Allianz hätte, umso mehr könnte sie für Marktstabilität sorgen.
Die Bemühungen der Opec, mehr Größe und somit mehr Marktanteile zu gewinnen, kommen zu einem kritischen Zeitpunkt: Im April hatte das Ölkartell überraschend angekündigt, seine Ölproduktion ab Mai um insgesamt 1,15 Millionen Barrel pro Tag zu senken. Die Märkte haben daraufhin bislang verhalten reagiert, die Preise bewegten sich in Summe kaum.