Rohstoffe: Diese fünf Faktoren entscheiden über einen Preisanstieg beim Öl
Saudi-Arabien schaut bei seinen Förderkürzungen auf Lagerbestände und makroökonomische Daten.
Foto: ReutersFrankfurt. Der Preis für Brent-Öl ist am Dienstag erstmals in diesem Jahr über die Marke von 90 Dollar pro Barrel gestiegen, auch am Mittwochnachmittag lag er darüber. Zuvor hatte Saudi-Arabien, der größte Ölproduzent des Förderkartells Opec, verkündet, seine freiwilligen Förderkürzungen in Höhe von einer Million Barrel pro Tag bis zum Ende des Jahres zu verlängern. Zeitgleich kündigte Russland an, seine Ölexporte ebenfalls bis Jahresende weiterhin um 300.000 Barrel pro Tag zu kappen.
Bereits im August waren die saudischen Ölexporte durch die freiwilligen Kürzungen auf den niedrigsten Stand seit April 2021 gesunken. Das künstlich verknappte Angebot treibt den Preis. Zwischen Ende April und Mitte Juli konnte er die 80-Dollar-Marke nicht überwinden.
Ende August hat der Ölpreis jedoch zu einer Rally angesetzt. Ob der Preisanstieg nachhaltig ist, hängt von fünf Faktoren ab.
1. Saudi-Arabien: Fortsetzung der Förderkürzungen
Anders als in den vergangenen Monaten hat Saudi-Arabien seine freiwilligen Förderkürzungen nicht nur um einen Monat verlängert, sondern bis zum Ende des Jahres ausgeweitet. Das Königreich will sich aber die Möglichkeit vorbehalten, die Kürzungen monatlich zu überprüfen, um zu entscheiden, ob diese in Abhängigkeit von den Marktbedingungen verschärft oder reduziert werden sollen.