Indiens Aktien: Diese Gefahren sehen Experten für Indiens Börsenboom
Frankfurt. Indien steht seit längerer Zeit auch bei westlichen Anlegern im Rampenlicht. Dafür sorgt ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum, das die Konjunkturprognosen für alle anderen wichtigen Länder in den Schatten stellt.
Der Internationale Währungsfonds erwartet für die nächsten fünf Jahre eine reale Wachstumsrate, also nach Abzug der Inflationsrate, von jährlich 6,1 Prozent. Damit würde das bevölkerungsreichste Land zur drittgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen, nur noch übertroffen von den USA und China.
Dieser fulminante Konjunkturboom treibt auch die Aktienkurse kräftig an: Seit dem Pandemiejahr 2020 hat sich der MSCI India als Messlatte mehr als verdoppelt, während etwa der Wall-Street-Index S&P 500 mit seinen exzellent laufenden Tech-Werten nur zwei Drittel zulegte. Die Schwellenländerbörsen verzeichneten im Schnitt sogar leichte Verluste.
Doch wie stabil ist dieser Börsenboom angesichts der neuen politischen Konstellation nach den Wahlen in der vergangenen Woche? Nach Ansicht von Experten hängt es davon ab, inwieweit der alte und neue Premierminister Narendra Modi in seiner ersten Koalition mit anderen Parteien seinem wirtschaftsfreundlichen Kurs treu bleiben und die Staatsfinanzen stabil halten kann. Skeptische Experten sehen die hohen Aktienbewertungen als Handicap.