IPO: Thyssen-Krupp-Marine-Tochter TKMS kommt nächste Woche an die Börse
Düsseldorf. Deutschlands größter Marineschiffbauer TKMS geht in der kommenden Woche an die Frankfurter Börse. Die erste Notierung und Handelsaufnahme der Aktien im Prime Standard sei am 20. Oktober geplant, teilte der Mutterkonzern Thyssen-Krupp in der Nacht zu Dienstag in seinem Börsenprospekt mit.
Dann werden den Thyssen-Krupp-Aktionären 49 Prozent der 63,52 Millionen TKMS-Aktien automatisch in ihre Depots gebucht. Die Mehrheit von 51 Prozent an dem Schiffbauer bleibe bei der Muttergesellschaft, erklärte das Unternehmen am Dienstag.
„Mit der Börsennotierung von TKMS schlagen wir bei Thyssen-Krupp ein neues Kapitel auf“, sagte Vorstandschef Miguel López. Der Schritt ermögliche der Marinesparte Wachstumsperspektiven und den Zugang zum Kapitalmarkt.
TKMS: Umsatz soll jährlich um etwa zehn Prozent wachsen
Mit 9100 Mitarbeitern produziert TKMS U-Boote und andere Kriegsschiffe sowie Sonare. Dem Prospekt zufolge will TKMS vom laufenden Geschäftsjahr an zwischen 30 und 50 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausschütten. Für das am 30. September abgelaufene Geschäftsjahr ist keine Ausschüttung geplant.
Mittelfristig werde eine operative Marge (Ebit) von mehr als sieben Prozent nach 4,3 Prozent im Geschäftsjahr 2023/24 anvisiert sowie ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von etwa zehn Prozent.