Märkte Asien: Starker Yen belastet nach US-Zinsentscheid die japanische Börse
Tokio/Hongkong. Nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed sind die japanischen Börsen am Donnerstag auf Talfahrt gegangen. Der Nikkei-Index verlor 0,7 Prozent auf 32.686 Zähler, der breiter gefasste Topix gab 1,4 Prozent nach.
Die Erwartung bald sinkender Zinsen in den USA belastete den Dollar und ließ den Yen zum Greenback auf ein Viereinhalb-Monats-Hoch steigen. Dies drückte laut Händlern vor allem die stark vom Export abhängigen Aktien der Autohersteller.
Der Automobilsektor verlor knapp vier Prozent. Die Papiere von Toyota gaben 3,8 Prozent nach, Honda fielen um fünf Prozent. Die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell beließen den geldpolitischen Schlüsselsatz am Mittwoch in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent. In ihrem Ausblick für 2024 signalisierten sie, dass sie in die andere Richtung marschieren wollen. Im Mittel gehen die Währungshüter davon aus, dass der Leitzins nächstes Jahr um 0,75 Prozentpunkte sinkt.
Die chinesischen Aktienmärkte konnten ihre Gewinne nach dem Fed-Entscheid nicht halten. Der Shanghai-Composite verlor 0,3 Prozent, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gab 0,5 Prozent nach.
Der Hongkonger Leitindex Hang Seng gewann nach dem lokalen Zinsentscheid rund ein Prozent. Die Hongkonger Währungsbehörde beließ am Donnerstag ihren Leitzins bei 5,75 Prozent. Der Leitzins der Stadt bewegt sich im Gleichschritt mit der Fed, da die lokale Währung an den Dollar gekoppelt ist. Die Kreditkosten in Hongkong sind in den vergangenen zwei Jahren in die Höhe geschnellt, da die Fed die Zinssätze aggressiv anhob, um die Inflation zu bekämpfen.