Börse Asien: Japanische Märkte schließen mit leichten Gewinnen – Anleger in China besorgt
Die Anleger in Asien beobachten auch die Marktsignale aus den USA.
Foto: dpaSingapur. Nach den jüngsten Verlusten ist die japanische Börse am Donnerstag auf Erholungskurs gegangen. Der Nikkei-Index gewann 1,5 Prozent auf 32.646 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte 1,3 Prozent zu.
Gewinnmitnahmen hatten dem Aktienmarkt zuletzt zugesetzt. Für Kauflaune sorgte am Donnerstag laut Händlern vor allem eine Reihe positiv aufgenommener Quartalsberichte, darunter die Bilanz des Uhren- und Taschenrechner-Herstellers Casio. Die Aktien sprangen um fast sieben Prozent nach oben.
Bei Nintendo sorgten ein zuversichtlicher Ausblick und starke Videospiel-Verkaufszahlen erneut für Auftrieb. Die Titel rückten um 5,6 Prozent vor, nachdem sie bereits am Vortag in Reaktion auf die Bilanz deutlich in die Höhe geschossen waren.
Am chinesischen Aktienmarkt zeigten sich die Anleger zurückhaltender. Konjunktursorgen belasteten die Stimmung. Die Börse Shanghai und der CSI-Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verloren jeweils 0,1 Prozent.
Die schwelende Immobilienkrise in China lässt die Anleger nicht los. Einem Reuters-Bericht vom Mittwoch zufolge haben die chinesischen Behörden laut Insidern den Versicherer Ping An um die Übernahme der Mehrheitsanteile des angeschlagenen Immobilienkonzerns Country Garden gebeten. Ping An wies die Aussagen der Insider zurück.
Die Aktien von Country Garden, die am Mittwoch deutlich zugelegt hatten, verloren rund sieben Prozent. Country Garden – bislang größter Immobilienentwickler Chinas – sitzt auf einem umgerechnet etwa 180 Milliarden Euro hohen Schuldenberg und kämpft ums Überleben. Ein Zusammenbruch des Konzerns könnte die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft in eine Rezession stürzen.