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Dax-Kurve

Der deutsche Leitindex befindet sich in diesem Jahr im Abwärtstrend – trotz der jüngsten Erholung.

(Foto: Bloomberg Creative/Getty Images [M])

Dax aktuell Dax schließt trotz hoher Inflation im Euro-Raum unverändert

Anleger agieren zurückhaltend, doch der Leitindex behauptet sich oberhalb von 13.000 Punkten. Besonders Fresenius und FMC rücken in den Fokus der Investoren.
31.10.2022 Update: 31.10.2022 - 17:57 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Vor dem Hintergrund hoher Inflationsdaten in der Euro-Zone haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Montag defensiv agiert: Der Dax schloss zum Wochenauftakt kaum verändert bei 13.254 Punkten.

Das ist zwar keine starke Fortsetzung der fünftägigen Bärenmarkt-Rally aus der vergangenen Woche. Insgesamt hat der Dax seit Ende September 1400 Punkte gewonnen. Dennoch etabliert sich die Frankfurter Benchmark über der Marke von 13.000 Zählern und zieht eine gute Bilanz für den Oktober, der typischerweise als goldener Monat an der Börse gilt.

Am Montagvormittag hatte Eurostat gemeldet, dass die Inflationsrate im Euro-Raum erstmals seit Einführung der Gemeinschaftswährung zweistellig ist. Die Verbraucherpreise stiegen um 10,7 Prozent, wie eine erste Schätzung der Statistikbehörde ergab. Experten hatten mit einem Zuwachs der Inflation auf 10,2 Prozent gerechnet, im September hatte die Teuerungsrate bei 10,0 Prozent gelegen.

Dafür hat sich die Wirtschaft der Euro-Zone besser entwickelt als erwartet. Im dritten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt der 19 Euroländer um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie Eurostat ebenfalls mitteilte. Analysten hatten einen Zuwachs um 0,1 Prozent erwartet. Angesichts dieser widersprüchlichen Signale hielten sich Anleger am Montag mit Käufen zurück.

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    Die nächste Hürde auf dem Weg nach oben sei die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 13.689 Punkten verläuft, sagt Thomas Altmann vom Investmenthaus QC Partners. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine stehe der Dax unterhalb dieser Linie, die weiterhin falle. „Die Rückeroberung der 200-Tage-Linie wäre der ganz große Befreiungsschlag“, meint Altmann.

    Dann könnte aus der aktuellen Bärenmarkt-Rally eine tatsächliche Trendwende werden. Unter einer Bärenmarkt-Rally versteht man eine kurze Phase steigender Kurse innerhalb einer langen Phase fallender Kurse.

    >> Lesen Sie auch Märkte Insight: Endet der Bärenmarkt?

    Auch der Einstieg von Privatinvestoren könnte dem Dax weiteren Schub geben. Aktuell überwiegt eine neutrale Gemütslage, zeigt die aktuelle Sentiment-Umfrage des Handelsblatts, was eine Verbesserung zur pessimistischen Grundstimmung der vergangenen Wochen ist.

    Aufgrund der anhaltenden Kursgewinne hoffen immer mehr Privatanleger, dass es langfristig aufwärts geht am Aktienmarkt. Die Investitionsbereitschaft der Anleger ist laut Umfrage gestiegen, daher vermutet der Sentimentsexperte Stephan Heibel, dass die Anleger kaufen würden, „wenn nur die Kurse nochmals kurz zurückkommen würden“. Das würde die Kurse dann wiederum antreiben.

    Wegen der innerdeutschen Feiertage (Reformationstag und Allerheiligen) fiel das Handelsvolumen am Montag zunächst geringer aus. Erst am Nachmittag zog die Zahl der gehandelten Aktien an. Ausschläge nach oben und unten – sogenannte False Breaks – sind bei geringen Handelsvolumina wahrscheinlicher, warnt Martin Utschneider, technischer Analyst bei der Privatbank Donner & Reuschel.

    Richtung Wochenmitte rückt dann auch wieder die Politik der internationalen Notenbanken in den Fokus der Anleger. Denn am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank Fed über ihren nächsten Zinsschritt.

    Aktuell gehen die Märkte erneut von einem Schritt von 0,75 Prozentpunkten aus – ebenso wie im September. An den Terminbörsen wetten Profianleger bereits auf Zinssenkungen Mitte des kommenden Jahres.

    Auch in der Euro-Zone könnten die Zeiten deutlicher Zinsanhebungen vorbei sein. Zwar stellt der niederländische Notenbankchef Klaas Knot einen weiteren Zinsschritt von mindestens 0,5 Prozentpunkten im Dezember in Aussicht. Doch zwischen den Zeilen klang am Donnerstag bereits an, dass die EZB danach behutsamer vorgehen wolle.

    Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, hält das für falsch: „Anders als zuletzt signalisiert, sollte die EZB die Inflationsbekämpfung wieder ernster nehmen“, kommentierte er anlässlich des hohen Anstiegs der Verbraucherpreise im Euro-Raum. Auch Jörg Krämer, Chefökonom der Commerzbank, hält einen erneuten Zinsschritt um 0,75 Prozentpunkte im Dezember für notwendig.

    Dax-Anleger vor US-Zinsentscheid vorsichtig

    Blick auf Einzelwerte

    Shop-Apotheke: Der Online-Pharmahändler hat am Montag seinen vollständigen Quartalsbericht vorgelegt. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 285 Millionen Euro. Die Aktie legt am späten Nachmittag um 1,3 Prozent zu.

    Fresenius Medical Care: Die neue Chefin des Medizintechnikers greift angesichts unerwartet stark bröckelnder Gewinne durch. Es sei „dringend erforderlich, unsere operative Geschäftsentwicklung durch tief greifende Maßnahmen zu verbessern“, sagte Carla Kriwet. FMC senkte zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten die Gewinnprognose und zwang damit auch den Mutterkonzern Fresenius zu einer Korrektur. FMC (6,5 Prozent) und Fresenius (5,2 Prozent) waren die beiden stärksten Dax-Werte.

    Delivery Hero: Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für den Essenslieferanten vor Bekanntgabe der Quartalszahlen von 76 auf 68 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf „buy“" belassen. Der Essenslieferant dürfte ein solides drittes Quartal verzeichnet haben, schrieb ein Analyst in einem am Montag vorgelegten Ausblick. Die Papiere gewannen fast zwei Prozent.

    Dic Asset: Analysten der Baader Bank haben das Immobilienunternehmen doppelt abgestuft, von „Buy“ auf „Reduce“. Das Kursziel reduzierten sie um mehr als die Hälfte. Die Aktien des im Nebenwerteindex SDax notierten Unternehmens verloren knapp sechs Prozent.

    Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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