Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street schließt uneinheitlich
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersNew York. Überraschend schwache Konjunkturdaten und uneinheitliche Konzernbilanzen machen die Anleger an der Wall Street nervös. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Dienstag 0,2 Prozent höher auf 35.630 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab dagegen 0,4 Prozent auf 14.283 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,3 Prozent auf 4576 Punkte ein.
Für schlechte Laune sorgten enttäuschende Konjunkturdaten. Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie stieg zwar um 0,4 auf 46,4 Zähler. Von Refinitiv befragte Experten waren allerdings von 46,8 Punkten ausgegangen. Die Zahl der offenen Stellen in den USA ist ebenfalls auf das niedrigste Niveau seit über zwei Jahren gefallen.
Ein eingetrübtes Bild lieferte auch die chinesische Industrie. „Es ist zwar nichts, was nicht mit dem übereinstimmt, was wir schon seit einigen Monaten beobachten“, sagte Tom O'Hara, Portfoliomanager bei der Investmentgesellschaft Janus Henderson. „Was die Anleger allerdings nervös macht, ist das Rätselraten, wann der Rückgang der Industrietätigkeit die Talsohle erreicht.“
Auch die uneinheitlich ausgefallenen Bilanzen und Prognosen hielten die Investoren auf Trab. „Was wir bislang gesehen haben, ist, dass die meisten Unternehmen die Gewinnerwartungen übertroffen haben. Wenn man allerdings an der Oberfläche kratzt, findet man die zugrundeliegende Erwartung, dass diese Gewinne sinken werden,“ sagte Mike Olsen, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Motley Fool.