Dow, S&P 500, Nasdaq: US-Inflationsdaten lassen Kurse an der Wall Street einbrechen – Schlechtester Tag seit Juni 2020
Die Unsicherheit an den Märkten ist derzeit groß.
Foto: APFrankfurt, New York. Die schlechten Inflationsdaten haben der Wall Street den höchsten Tagesverlust seit Juni 2020 beschert. So hat die Aussicht auf ein anhaltend hohes Zinserhöhungstempo der Notenbank Fed die Anleger aus dem Markt vertrieben.
Der Leitindex Dow Jones lag zum Handelsschluss mehr als 1000 Punkte im Minus und schloss fast vier Prozent tiefer bei 31.104 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500-Index schloss mehr als vier Prozent im Minus bei 3932 Punkten und damit fast wieder bei seinem Stand vom 6. September.
Noch höher waren die Verluste beim technologielastigen Nasdaq Composite-Index, der mehr als 5,5 Prozent verlor und bei einem Zählerstand von 12.033 Zählern schloss.
Das US-Arbeitsministerium hatte am Morgen einen Rückgang der Inflation auf 8,3 von 8,5 Prozent im Jahresvergleich bekanntgegeben. Analysten hatten allerdings mit einem Wert von 8,1 Prozent gerechnet. Außerdem stieg die Kernrate, bei der stark schwankende Preise von Lebensmitteln und Energie herausgerechnet sind, überraschend stark auf 6,3 Prozent. Die Tatsache, dass die hohen Verbraucherpreise noch immer nicht nachlassen, könnte die US-Notenbank Fed zu einem abermals starken Zinsschritt bewegen und neue Rezessionsängste befeuern.