IT-Dienstleister: Aktie bricht um ein Drittel ein: Shortseller attackieren TecDax-Konzern S&T
S&T sieht sich selbst als Technologieführer im Bereich Industrie 4.0.
Foto: obsDie Vorwürfe von Viceroy lesen sich drastisch. S&T soll ein „Roll-up“ sein, eine Kaufmaschine, die in großer Eile und mit wenig Sorgfalt zahlreiche IT-Firmen vor allem in Osteuropa übernimmt. Diese würden nicht integriert. Auch „verstecke“ S&T zahlreiche Minderheitsbeteiligungen, weise diese nicht ordentlich gegenüber dem Kapitalmarkt aus. Die „geheimen Firmen“ seien „moralisch bankrott“ und „von Unternehmensbetrügereien geplagt“.
An der Börse sorgte der Viceroy-Bericht für Aufsehen, der Aktienkurs fiel bis zum Nachmittag um rund ein Drittel. Auf Handelsblatt-Anfrage wies S&T die Vorwürfe am Donnerstag zu großen Teilen zurück. So würde das Verstecken von Minderheitsanteilen „jeglicher Grundlage entbehren“, die Firmen hätten „nichts mit dem aktuellen Management zu tun“. Auch bei den Akquisitionen sieht S&T „naturgemäß die Sache anders“, heißt es.