Märkte Asien: Zoll-Sorgen treiben Anleger in Asien um
Tokio/Singapur. An den asiatischen Aktienmärkten sorgt die US-Handelspolitik weiter für Verunsicherung. Während in Japan die Hoffnung überwog, dass die nächste Zoll-Runde gegen US-Handelspartner maßvoller und gezielter ausfallen könnte als bisher befürchtet, waren Investoren in China deutlich verhaltener.
Noch sei nicht klar, was die Zölle im Einzelnen bedeuten würden und ob sie bereits das volle Ausmaß des „Versuchs der Trump-Administration, das globale Handelssystem zu erschüttern“, darstellten, konstatierte Kyle Rodda, Finanzmarktanalyst bei Capital.com. „Ich glaube nicht, dass wir schon über den Berg sind.“
US-Präsident Donald Trump hatte am Montag angekündigt, dass die US-Zölle auf Auto-Importe bald kommen sollen. Zugleich deutete er an, dass nicht alle von ihm angedrohten Zölle am 2. April eingeführt würden und einige Länder Ausnahmeregelungen erhalten könnten. Die Wall Street ging daraufhin zum Wochenstart auf Erholungskurs und lieferte auch positive Impulse für die asiatischen Märkte.
In Tokio stieg der Nikkei-Index am Dienstag um 0,5 Prozent auf 37.781 Punkte. Für zusätzlichen Auftrieb sorgte ein schwächerer Yen, von dem vor allem Exportfirmen profitierten. Die Anteilsscheine von Toyota und dem Uniqlo-Mutterkonzern Fast Retailing zogen jeweils knapp ein Prozent an.