Nikkei, CSI 300 & Kospi: Diplomatischer Streit um Taiwan belastet Asiens Börsen
- Der japanische Leitindex Nikkei fiel leicht um 0,1 Prozent auf 50.325 Punkte-
- Der breiter gefasste Topix schloss 0,37 Prozent im Minus bei 3347 Punkten.
- Die Börse in Shanghai schloss 0,46 Prozent im Minus.
- Der Index der 300 größten börsennotierten Unternehmen auf dem chinesischen Festland schloss 0,65 Prozent im Minus bei 4598 Punkten.
- Auch der Hang Seng in Hongkong schloss bei 26.384 Punkten mit einem Verlust von 0,71 Prozent.
Händler verwiesen auf eine Warnung der Regierung in Peking an ihre Bürger, nicht nach Japan zu reisen. Hintergrund sind Äußerungen der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi, wonach ein chinesischer Angriff auf Taiwan die Existenz Japans bedrohen und eine militärische Reaktion Tokios auslösen könnte.
Dies setzte vor allem Aktien von Tourismus- und Einzelhandelsunternehmen unter Druck. Die Papiere des Kaufhausbetreibers Isetan Mitsukoshi brachen um 11,31 Prozent ein, die des Kosmetikherstellers Shiseido um neun Prozent. Die Aktien des Uniqlo-Mutterkonzerns Fast Retailing verloren 5,3 Prozent.
Am Freitag hatte die Regierung in China im Gegenzug vor einer „vernichtenden“ Niederlage Japans gewarnt, sollte das Land militärisch in den Taiwan-Konflikt eingreifen. Anleger nutzten Analysten zufolge die jüngsten Spannungen auch, um nach der Kurs-Rally Gewinne mitzunehmen.