Nikkei, CSI 300, Kospi: Nach Spekulationen um Zinswende – Nikkei nach Abverkauf stabil
Singapur. An den asiatischen Börsen zeigte sich am Dienstag ein gemischtes Bild. Während sich der japanische Aktienmarkt nach deutlichen Verlusten stabilisierte, legten in Südkorea die Kurse aufgrund einer Meldung aus Washington zu:
- Der japanische Leitindex Nikkei bewegte sich seitwärts bei 49.298 Punkten.
- Der breiter gefasste Topix konnte minimal zulegen und schloss bei 3341 Punkten.
- Der südkoreanische Leitindex Kospi konnte um rund zwei Prozent zulegen und beendete den Handelstag bei 3994 Punkten.
- Die Börse in Shanghai verlor mehr als 0,4 Prozent und schloss bei 3897 Punkten.
Die Spekulation auf eine baldige Zinserhöhung in Japan hat am Dienstag für Verunsicherung an den Finanzmärkten gesorgt. Auch die Wall Street war zum Monatsanfang unter Druck geraten. Auslöser waren Äußerungen des Gouverneurs der japanischen Notenbank, Kazuo Ueda, denen zufolge die geldpolitischen Entscheidungsträger die „Vor- und Nachteile“ einer Zinserhöhung im Dezember abwägen würden.
Dies wurde am Markt als bisher deutlichster Hinweis gesehen, dass es noch in diesem Monat zu einer Zinserhöhung in Japan kommen könnte. „Uedas Botschaft hat sich verändert, und das hatte einen großen Einfluss auf den Aktienmarkt“, sagte Kenji Abe, Aktienstratege beim Broker Daiwa Securities.
Während negative Reaktionen auf dem Aktienmarkt ausblieben, zeichnete sich ein Abverkauf im Anleihenmarkt ab. Nach dem stärksten Ausverkauf seit vier Monaten standen japanische Staatsanleihen am Dienstag zunächst weiter auf den Verkaufszetteln der Anleger.