Nikkei, Hang Seng, Topix: Asiens Börsen schließen nach US-Feiertag uneinheitlich
Singapur, Tokio. Trotz des Aufschubs geplanter US-Strafzölle gegen die EU haben sich die asiatischen Börsen am Dienstag uneinheitlich gezeigt. In Tokio baute der 225 Werte umfassende Nikkei-Index seine anfänglichen Verluste wieder ab und legte um ein halbes Prozent auf 37.704 Punkte zu.
- Der breiter gefasste Topix gewann in etwa genauso viel auf 2769 Zähler. Ein kurzzeitiger Anstieg der japanischen Staatsanleiherenditen hatte beide Indizes im früheren Handelsverlauf leicht ins Minus gedrückt.
- Die Börse Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verloren indes 0,2 und 0,5 Prozent.
Naoki Fujiwara, Fondsmanager beim Vermögensverwalter Shinkin, führte die uneinheitlichen Kurse auf geringe Umsätze angesichts des US-Feiertags am Montag zurück. „Da die US-Börsen geschlossen blieben, halten sich institutionelle Investoren zurück“, erläuterte der Experte.
Die Anleger blicken zudem auf eine zweitägige Jahreskonferenz der Bank of Japan (BOJ) und ihres angegliederten Thinktanks, die am Dienstag begann. Bei dem diesjährigen Treffen globaler Zentralbanker in Tokio stehen das schwächelnde Wirtschaftswachstum und die hartnäckige Inflation im Mittelpunkt.
Langfriste Anleihen
„Es wirkt so, als hätten nur Privatanleger mit kleineren Werten gehandelt.“ Aaron Chwee vom Finanzdienstleister OCBC verwies zudem auf die anhaltende handelspolitische Unsicherheit. „Auch wenn die Verschiebung der EU-Zölle den Futures-Märkten kurzfristig Auftrieb verliehen hat, drücken Sorgen über die Handelsbeziehungen weiterhin auf die Stimmung.“