Nikkei und Topix: Chinesische Anleger bleiben besorgt – Verluste bei Country-Garden-Aktien
Ökonomen bezweifeln, dass die jüngsten Maßnahmen der Regierung die Märkte ausreichend stützen.
Foto: Bloomberg/Getty ImagesTokio, Hongkong. Die asiatischen Börsen sind am Mittwoch der Wall Street ins Plus gefolgt. Anhaltende Sorgen um den Immobilienmarkt in China begrenzten allerdings die Kursgewinne.
In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index auf dem höchsten Stand seit drei Wochen. Er legte um 0,3 Prozent auf 32.333 Stellen zu. Der breiter gefasste Topix rückte um 0,4 Prozent vor. Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen beendeten den Handel dagegen kaum verändert bei 3137 beziehungsweise 3789 Punkten.
Schwache US-Arbeitsmarktdaten vom Mittwoch verstärkten die Hoffnungen auf ein Ende der geldpolitischen Straffung der US-Notenbank Fed verstärkt. „Schlechte Nachrichten sind in diesem Fall gute Nachrichten, denn sie begründen die Erwartung einer Zinspause trotz der zuletzt entschlossenen Rhetorik von Fed-Chef Jerome Powell“, sagte Tina Teng, Marktanalystin beim Broker CMC Markets. Die Notenbanker versuchen, mit Zinserhöhungen die Inflation zu dämpfen und den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen.
„Der japanische Markt hat sich zum Teil in Anlehnung an die Wall Street erholt. Er ist stark, weil nicht nur die schwergewichtigen Chipaktien zugelegt haben, sondern auch andere kleinere Werte“, sagte Seiichi Suzuki, leitender Aktienmarktanalyst beim Tokai Tokyo Research Institute. Der Chiphersteller Tokyo Electron legte zwischenzeitlich um 2,4 Prozent zu und gab dem Nikkei den größten Schub.