Betriebsprüfung: Wie Sie sich gegen Ärger mit dem Finanzamt wehren
Betriebsprüfer untersuchen, ob Steuern in korrekter Höhe abgeführt wurden.
Foto: Imago/Westend61Frankfurt. Während der Coronapandemie gerieten viele Unternehmen in Schwierigkeiten – Kunden blieben aus, Umsätze und Gewinne brachen ein. Um die Firmen zu entlasten, wurden Betriebsprüfungen teilweise ausgesetzt. Inzwischen scheinen die Finanzbeamten laut Steuerberatern aber sogar emsiger am Werk als zuvor.
„Die Prüfungen, die wegen der Coronapandemie aufgeschoben worden waren, werden aktuell nachgeholt – parallel zu den regulär anstehenden Prüfungen“, erklärt Daniel Denker, Betriebsprüfer aus Niedersachsen und Dozent an verschiedenen Steuerinstituten, der mit dem Handelsblatt in nicht dienstlicher Funktion sprach.
Betriebsprüfungen bedeuten für die Betroffenen Stress. Zwar sollen sie die Richtigkeit der Besteuerung überprüfen, es kann also auch Geld zurückgeben. Laut Bundesfinanzministerium aber stiegen unterm Strich die Steuernachforderungen – von 2018 bis 2021 durchschnittlich von 75.000 auf 87.000 Euro pro Unternehmen. Einige Forderungen basieren auf einer umstrittenen Schätzungsmethode, die durch den Bundesfinanzhof infrage gestellt wird. Das Handelsblatt gibt Tipps, wie Sie sich bei einer Betriebsprüfung verhalten sollten und wie Sie sich im Notfall dagegen wehren.