KI: ChatGPT hilft beim Spesenbetrug – Unternehmen setzen andere KI dagegen
Frankfurt. Mit Künstlicher Intelligenz (KI) tritt das altbekannte Problem der Fälschung von Spesenbelegen in ein neues Zeitalter ein. Früher brauchten Mitarbeiter Kenntnisse in Fotobearbeitung und die entsprechenden Programme, um Belege zu ihren Gunsten zu manipulieren und höhere Kosten abzurechnen.
Inzwischen können Bildgeneratoren von ChatGPT und Co. mit simplen Befehlen („Prompts“) Daten und Beträge auf abfotografierten Tank- oder Restaurantquittungen so ändern oder ganze Belege generieren, dass sie täuschend echt aussehen und selbst erfahrenen Prüferinnen und Prüfern entgehen können.
Die Qualität schreitet rasant voran. „Am Anfang wurde nur der Gesamtbetrag einer Quittung gefälscht, jetzt sehen wir auch, dass die Mehrwertsteuer oder bei Tankbelegen die Liter entsprechend angepasst werden“, beobachtet Bertrand Muth, General Manager International bei N2F, einem Softwareanbieter zur Digitalisierung von Geschäftsausgaben. Immer häufiger gebe es auch IBAN-Betrug bei Eingangsrechnungen. „Hier wird eine falsche Kontoverbindung angegeben“, beobachtet Muth.
KI-Betrug bereits in jedem zehnten Unternehmen bekannt
Mehr als zwei Drittel der Finanzverantwortlichen und Reisemanager weltweit glauben, dass die Fälschung von Ausgaben durch KI zumindest einigermaßen wahrscheinlich in ihren Unternehmen vorkommt.