Private Krankenversicherung: Lohnt sich die PKV für Sie?
Während sich in der gesetzlichen Krankenversicherung der Beitrag danach richtet, was die versicherte Person verdient, ist der Beitrag in der privaten vom Einkommen unabhängig.
Foto: Getty Images (4)München. Die Sorge vor dem Kollaps des deutschen Gesundheitssystems lässt radikale Forderungen wieder aufleben. Denn weil die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zum Milliardengrab wird, wollen SPD und Grüne die Beitragsbemessungsgrenze anheben, ab der der Höchstsatz in der GKV fällig wird.
Auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze dürfte dadurch steigen. Bei einem Verdienst, der über dieser Grenze liegt, dürfen Angestellte in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Aktuell liegt die Schwelle bei 66.600 Euro Jahresbrutto. Würde sie erhöht, könnten sich weniger Menschen privat versichern. Je exklusiver der Kreis der Privatversicherten – derzeit sind es bundesweit rund acht Millionen Menschen –, desto höher würden aber die Beiträge für Einzelne. Denn die anfallenden Kosten etwa für Behandlungen werden auf weniger Personen verteilt.
Versicherte fragen sich dadurch nun, wann sich die PKV für sie lohnt und wann sie trotz eines guten Gehalts in der gesetzlichen Versicherung besser aufgehoben sind. Um bei der Beantwortung zu helfen, hat das Handelsblatt vier Fallbeispiele konstruiert*.