Start-up Idana: Hunderte Ärzte nutzen digitale Patientenaufnahme
Lucas Spohn (vorne), Lilian Rettegi, und Jerome Meinke.
Foto: Max IseleFrankfurt. „Unser größter Wettbewerber ist das Papier“, sagt Lucas Spohn, Gründer und CEO des Start-ups Idana. Denn das Unternehmen hat den Prozess der Patientenaufnahme für Arztpraxen und Medizinische Versorgungszentren digitalisiert. Die entsprechende Software dazu hat das von drei Medizinern gründete Unternehmen 2019 auf den Markt gebracht. Die digitale Anamneselösung setzt ganz auf die Cloud, bietet laut Unternehmen eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und ermöglicht den Patienten unter anderem auch das Ausfüllen der Fragebögen auf dem eigenen Smartphone in der Praxis.
Gerade hat Idana ein Medizinisches Versorgungszentrum in Bayern als Kunden gewonnen, das zum Klinikkonzern Asklepios gehört. Insgesamt 730 Ärzte in Deutschland nutzen laut Unternehmen bisher die Softwarelösung. Bei 165.000 Ärzten, die es laut Statistik der Bundesärztekammer in der ambulanten Versorgung in Deutschland gibt, ist also noch viel Raum zu wachsen.
Zumal die Mehrheit der Praxen bei der Patientenaufnahme eben noch das Papier nutzen, wie eine Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung von 2022 zeigt: Danach bieten sechs Prozent der befragten Arztpraxen ihren Patienten ein digitales Angebot für das Ausfüllen von Aufklärungs- und Anamnesebögen. Wie umfangreich das Angebot ist, geht aus der Umfrage nicht hervor.