Top-Gehalt: Warum sich eine Karriere als Nachhaltigkeitsmanager lohnt
Vom Start-up bis zum Konzern, Unternehmen suchen aktuell viele Nachhaltigkeitsmanager.
Foto: imago images/YAY ImagesDüsseldorf. Der Jobmarkt für Chief Sustainability Officer boomt. Als „grünes Gewissen“ im Unternehmen sollen Nachhaltigkeitsverantwortliche dafür sorgen, dass vom Einkauf über die Produktion bis zum Kundenservice alles umweltfreundlich und sozial gerecht organisiert ist und die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.
Wegen des nationalen Lieferkettengesetzes, das zum Jahresbeginn 2023 in Kraft getreten ist, steigt die Nachfrage nach solchen Expertinnen und Experten. Unternehmen mit mehr als 3000 Mitarbeitenden im Inland müssen Risikoanalysen erstellen, Menschenrechtsbeauftragte installieren und Maßnahmen dokumentieren. Seit Jahresbeginn 2024 gilt das Gesetz auch für Firmen mit 1000 Mitarbeitenden. Auf EU-Ebene ist ein noch strengeres Lieferkettengesetz geplant, das Deutschland aber derzeit wegen des Widerstands von Wirtschaftsverbänden noch blockiert.
„Die Aufträge, geeignete Kandidaten zu finden, nehmen zu – vom Start-up bis zum Konzern“, sagt Julia Arco-Valley. Sie ist Consultant bei der internationalen Personalberatung Spencer Stuart und hat sich auf die Kandidatensuche für den sogenannten ESG-Verantwortungsbereich (Environment, Social, Governance) spezialisiert. Häufig sind Stellen für Nachhaltigkeitschefs direkt unterhalb des Vorstands angesiedelt – und mit einem sechsstelligen Direktoren- beziehungsweise Bereichsleitergehalt versehen.