ChatGPT, Aleph Alpha und Co.: In diesen Bereichen kann KI uns die Kreativarbeit abnehmen
So manche Künstliche Intelligenz bedroht ganze Geschäftsmodelle, sagen Experten. Doch was kann sie wirklich und wo braucht es menschliche Aufsicht?
Foto: Getty ImagesBerlin. Was macht ein Literaturkritiker, der den Auftrag hat, ein Buch zu besprechen – aber kaum Zeit, es ganz zu lesen? Früher hätte er womöglich eine Nachtschicht einlegen müssen. Heute kann er sich das sparen und, wenn er möchte, stattdessen auf Künstliche Intelligenz (KI) setzen. Zum Beispiel auf die Software „Luminous“, die längere Texte wie Bücher analysiert – entwickelt vom Heidelberger Start-up Aleph Alpha.
Das glaubt zumindest Frank Schlottmann, Vorstandsmitglied der MSG-Gruppe, eines renommierten deutschen IT-Dienstleisters, der mit Aleph Alpha eine Partnerschaft unterhält. „Sie könnten der KI das Buch elektronisch hinwerfen und Fragen dazu stellen“, sagt Schlottmann. „Was zeichnet die Hauptperson aus? Wie ist die Stimmung auf Seite 54? All das kann die KI beantworten.“ Wären Bilder im Buch enthalten, könnte die Software auch sie verstehen und beschreiben. „Das ersetzt einen mittelmäßigen Literaturkritiker.“
Luminous ist nicht die einzige KI, die Kreativarbeitern wie Marketingfachleuten, Journalistinnen oder Werbern die Arbeit abnehmen kann. Wohl am bekanntesten ist die Technologie das Start-ups OpenAI, das von Microsoft unterstützt wird und mit seinem Textroboter ChatGPT derzeit Schlagzeilen macht.