Corona-Pandemie: Impfpflicht und mehr Homeoffice: Delta zwingt US-Arbeitgeber zu unangenehmen Entscheidungen
Viele Banken haben ihre Mitarbeiter bereits im Juni oder Juli zurück in die Bürotürme Manhattans beordert.
Foto: APNew York. Die Modebranche hat sich längst auf die Rückkehr der Berufstätigen in die Büros eingestellt. Das New Yorker Nobelkaufhaus Saks Fifth Avenue verkauft so viele Blusen, Kleider und Sandalen wie seit 2019 nicht mehr. Ralph Lauren, eine gerade an der Wall Street beliebte Modemarke, meldet in Nordamerika ein Umsatzplus von 300 Prozent. Das Label „White House Black Market“ wirbt mit „Outfits für eine stressige Woche“ und dem „perfekten Kleid fürs Eck-Büro“.
Doch angesichts der rapide steigenden Corona-Infektionen könnten Kostüm und Krawatte noch länger auf ihren Einsatz warten müssen als ursprünglich geplant. Immer mehr Unternehmen in den USA verschieben die Rückkehr ins Büro und verschärfen ihre Vorschriften für all jene, die nicht von zu Hause aus arbeiten können.
Die hochansteckende Delta-Variante führt dazu, dass nicht nur die Fallzahlen, sondern auch die Krankenhauseinlieferungen in allen US-Bundesstaaten steigen. Immer öfter ist nun die Rede davon, dass sich auch vollständig geimpfte Personen infizieren – wie zum Beispiel der einflussreiche republikanische Senator Lindsay Graham. Vor wenigen Wochen galt das noch als absolute Ausnahme.